Author: M. Septime

  • Es gibt keinen Schlussstrich

    Paul Sies – Auch in der Nazizeit war Spargelzeit

    https://www.youtube.com/watch?v=w_0cSgsC460

  • Stephan Köthes wundersame Welt – Teil 1

    Heute: Jan Fleischhauer

    Auf der Seite der AfD-Esslingen listet Stephan Köthe unter der Überschrift “Welche Äußerungen zu einer Hausdurchsuchung führen – und welche nicht!” Beispiele “des unglaublichen und erschreckenden Verfall[s] der Meinungsfreiheit in Deutschland — und der willkürlichen Ausübung von staatlicher Gewalt.” auf. Im folgenden Absatz dann: “Diese Webseite […] verfolgt keine politische, aktivistische oder strafbare Zielsetzung.” Eine sehr merkwürdige Aussage, für einen Politiker auf der Website seines Ortsverbandes. Nicht politisch?

    Jan Fleischhauer sagte im Dezember 2025 in seinem Podcast “Der schwarze Kanal” den Satz „Wie heißt die AfD-Jugend jetzt eigentlich? […] »Generation Hoffnung« oder »Generation Deutschland erwache«?“. Köthe notiert dazu: “Staatsanwaltschaft München ermittelt, der Vorwurf: Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen”.

    Was Köthe vorsätzlich verschweigt oder sagen wir mal gekonnt in der Folgeberichterstattung übersieht: Fleischhauer wurde von einer unbekannten Person angezeigt. Die Staatsanwaltschaft München musste aufgrund der Anzeige Ermittlungen aufnehmen, stellte diese aber selbstverständlich innerhalb kürzester Zeit wieder ein.

    Berücksichtige man in einer rechtlichen Bewertung den Kontext der Äußerung, handle es sich bei Fleischhauers Bemerkung in einer Podcast-Folge […] um „eine Berichterstattung und Kommentierung des Zeitgeschehens“, sagte die Sprecherin. Diese sei nicht strafbar. Die Ermittlungen waren demnach nach einer Anzeige zu dem Vorfall aufgenommen worden. Unklar blieb zunächst, von wem die Anzeige gestellt worden war.

    Ermittlungen gegen Jan Fleisch­hauer wegen Naziparole eingestellt

      Wo ist hier also der “unglaubliche und erschreckende Verfall der Meinungsfreiheit” und die “willkürliche Ausübung von staatlicher Gewalt”? Dieser Vorgang beweist doch das genaue Gegenteil!

    Gehen sie mit Gott, Herr Köthe. Aber gehen Sie.

    Gez. M. Septime

  • Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen — ein offener Brief an Stephan Köthe von der AfD

    Herr Köthe. Populismus, autoaffirmative Großmannssucht und rechtsextreme Apologetik sind wir von Ihnen gewohnt. Aber bei ihren Problemen mit dem “Zwieblinger Teufel” geht es um mehr. Sie verschwenden übermäßig viele Worte um die Angelegenheit zu skandalisieren. Eine Angelegenheit, die doch unbestritten dem Wohle der Stadt dient. Also was ist da los? Ihr fundamental-oppositionelles Gejammer und Ihre obligatorischen Schuldzuweisungen würden nicht mehr als sonst auffallen — es sei denn, man kennt Ihre wahren Beweggründe.

      Sie sind ein pietistisch-freikirchlicher Fundamentalist, für den das Wort des HERRN * an erster Stelle steht.

    * Den Namen des HERRN groß zu schreiben ist für diese Leute sehr wichtig. Achten Sie, verehrte Leser, einmal darauf.

    Sie sind frühes Mitglied der “Christen in der AfD” und Teil der (un)heiligen Trinität im Stuttgarter Landtag — Köthe, Kuhs und Rottmann. Was haben drei radikale, bibeltreue Frömmler einer rechtsextremen Partei in unserem Landtag zu suchen? Sie beschimpfen ihre Gegner als Altparteien, indes ist ihr eigenes “Parteibuch” über zweitausend Jahre alt. Sie wissen schon. Ich meine diesen Schinken, in dessen Namen durch die Jahrhunderte hindurch unterdrückt, gefoltert, gemordet und Krieg geführt wurde.

    Die aufgeklärte, moderne Kirche ist ihr Feind. Sie hetzen gegen die islamische Welt, in der Religion und Staat nicht getrennt seien. Ihre eigenen religiösen Bestrebungen tarnen Sie geschickt, indem Sie vehement die Trennung von Kirche und Staat fordern. Ihre Unterscheidung zwischen den Begriffen Kirche und Religion ist entscheidend. Sie fordern Kirche und Staat zu trennen und meinen damit die Institution Kirche in Form der “woken” Landeskirchen, die sich aus der Politik heraushalten sollen und denen der Geldhahn abgedreht gehört. Was Sie nicht fordern ist die Trennung von Religion und Staat, denn das ist etwas, was Sie nicht wollen.
    Anmerkung: Wer in dieser Zeit, so wie Sie, ernsthaft immernoch das theoretisch und faktisch leicht zu widerlegende Böckenförde-Diktum anführt, beweist nur, dass er staatstheoretisch komplett blank ist.

      Sie sind ideologisch ganz nah dran an den Gassmanns und Riemenschneiders dieser Welt.

    Aber zurück zum Teufel. Neben ihnen hat eine weitere Person des Gemeinderats gegen das Kunstwerk gestimmt: Matthias Vetter von den Freien Wählern und zugleich Kirchengemeinderat der katholischen Kirchengemeinde St. Paul / St. Katharina. Um ein liebgewonnenes Meme zu bemühen: “Das ist ja komisch, wie kann das denn sein?”. Hier stellen zwei Männer ihren Glauben über das Wohl der Stadt und begründen ihre Entscheidung mit vorgeschobenen Argumenten, und das in Ihrem Fall zum wiederholten Male und mit viel Tamtam. Das nennt man wohl Verlogenheit und Verrat am Interesse der Bürger — auch derer, die Sie ins Amt gewählt haben.

      Sobald man über ihren religiösen Extremismus Bescheid weiß, erscheint vieles was sie sagen in einem ganz anderen Licht.

    Ihre Antwort, zu der Sie ihr Narzissmus und Querulantentum zwingen werden, interessiert mich übrigens nicht die Bohne.

    Gehen Sie mit Gott, Herr Köthe. Aber gehen Sie!

    Gez. M. Septime